ASGB Jugend News - Südtirol

Laut ASGB-JUGEND schießt sich die italienische Regierung mit der Abschaffung des aktuell gültigen „rientro dei cervelli“ ein Eigentor. Das Vertrauen in die Gesetzgebung ist derart zerstört, dass die Rückkehr gut ausgebildeter Menschen nach Italien mit Sicherheit abnehmen wird.

Mit Verwunderung hat die ASGB-JUGEND die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass das sogenannte „Controesodo-Gesetz“ (238/10), besser bekannt unter „rientro dei cervelli“, obwohl im vergangen Februar bis Ende 2017 verlängert, durch Art. 16 des gesetzesvertretenden Dekrets 147 wieder abgeschafft und durch dasselbe ab 1. Januar 2016 ersetzt wird.

Anlässlich zum Euregio-Fest, das am Samstag 19. September in Hall in Tirol stattfindet, hat das Landesinstitut für Statistik ASTAT ein Faltblatt mit Zahlen zur Europaregion 2015 veröffentlicht. Auffallend daran ist, dass Südtirol in allen Zahlen zur Arbeit dem Bundesland Tirol hinterherhinkt.

Besonders eklatant und besorgniserregend sind die Zahlen bei den Ausbildungsabbrüchen, die sogar im Trentino geringer sind als in Südtirol. Während die Ausbildungsabbruchquote in Südtirol 13,1 Prozent beträgt, sind die Zahlen in der restlichen Europaregion sehr viel erfreulicher: 8,5 Prozent im Trentino und 7,1 Prozent in Tirol.

Als kurz vor Weihnachten 2014 mit großem Trara der Startschuss zur Umsetzung des Südtiroler Bausparmodells gegeben wurde, hieß es, die Umsetzung würde noch bis Frühjahr 2015 auf sich warten lassen, da die Bankmitarbeiter erst geschult und die Bürger über das Bausparen informiert werden müssten. Ansonsten wäre alles im trockenen.

Die ASGB-Jugend zeigt sich äußerst erfreut über dem Umstand, dass beide Kammern das Gesetzesdekret 192/2014 (sog. „Decreto Milleproroghe“) in ein ordentliches Gesetz umgewandelt haben. Für uns besonders interessant ist die Tatsache, dass die Steuerbegünstigungen für Akademiker, die nach dem Studium im Ausland in Italien arbeiten (sog. „rientro dei cervelli“), bis Ende 2017 verlängert wurden.

Infoabend über den Nachkauf der Studienjahre und Zusatzrentenfonds

Dienstag, den 11. November um 18 Uhr uni.bz, Bozen Hörsaal D101

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