Immobiliensteuer (IMU) - ASGB gegen Besteuerung der Erstwohnung

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) fordert die Südtiroler Gemeinden und das Land auf, die Südtiroler Bürger und Bürgerinnen von der neu eingeführten Immobiliensteuer (IMU) auf die Erstwohnung zu befreien. Dafür gelte es die zur Verfügung stehenden gesetzgeberischen Spielräume voll zu nutzen.
„Land und Gemeinden müssen in diesen Krisenzeiten konkrete Zeichen setzen, um den enormen und steigenden Steuer- und Abgabendruck, der auf den Südtirolern und ihren Familien lastet, spürbar zu reduzieren. Dafür ist es notwendig, die Erstwohnung samt Zubehör gänzlich von der IMU zu befreien“, fordert der Vorsitzende des ASGB, Tony Tschenett.


„Die Politik selbst betont oft, dass ein Eigenheim auch eine vernünftige Art der Altersvorsorge darstellt. Dann darf aber konsequenterweise diese vor allem für lohnabhängige Arbeitnehmer mühsame Investition nicht auch noch mit einer jährlichen Steuer bestraft werden“, betont Tschenett.
„Das Autonomiestatut gibt dem Land die Möglichkeit, mit einem eigenen Landesgesetz die Gemeinden zu ermächtigen, die Hebesätze zu ändern sowie Freibeträge oder auch die gänzliche Befreiung von der Immobiliensteuer vorzusehen. Wir berufen uns vor allem auf letztere Möglichkeit für die Erstwohnung“, erklärt Tschenett.
Bei der IMU handle es sich um eine Wiedereinführung der sogenannten ICI, wobei aber die Berechnungsgrundlage der IMU deutlich erhöht worden sei, was die Ungerechtigkeit dieser Steuer noch deutlicher mache, so der ASGB-Vorsitzende.
„Da die Regierung Monti den Steuerdruck weiter erhöht hat und von den angekündigten Konjunktur fördernden Maßnahmen nichts zu erkennen ist, ist die lokale Politik gefordert, notwendige Korrekturen zugunsten der eigenen Bevölkerung vorzunehmen“, so Tschenett abschließend.

Zuletzt geändert am: Donnerstag, den 23. Februar 2012 um 16:47 Uhr

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